Donnerstag, 23.07.2020
Heute gehen wir Riga entdecken. Wir nehmen es am Morgen äusserst gemütlich, da wir in der Stadt zu Abend essen wollen und wir nicht zehn bis zwölf Stunden ‘umherirren’ wollen. Ausschlafen, Infrastruktur des Campings ausgiebig verwenden, lesen und dann natürlich nochmals Waffeln backen und geniessen füllt nicht nur den Vormittag, sondern dauert bis in den Anfang des Nachmittags.
Zu Fuss machen wir uns auf in die ca. 2 km entfernte Altstadt von Riga, wobei wir diese zuerst rechts liegen lassen und das KGB Gebäude aufsuchen. Auf dem Weg dorthin kommen wir an einem Donutladen vorbei, welcher unsere Jungmannschaft auf dem Stadtplan eingetragen hat. Wirklich köstlich. Aufgrund von Covid 19 werden im KGB Gebäude Führungen nur noch mit 4 Teilnehmern durchgeführt. Leider hat es nur noch ein Ticket, so dass sich Ursi entscheidet, zwischenzeitlich die Jugendstilhäuser anzuschauen und natürlich zu fotografieren während ich an der ca einstündigen Führung teilnehme. Die Führung ist eindrücklich aber auch beängstigend. Man wird in einen Verhörraum geführt, in Gefängniszellen und dabei wird geschildert, wie mit den politischen Gefangenen umgegangen wurde. Und dies ist, zumindest in Lettland gar noch nicht so lange her…
Es ist bereits nach 17h und wir machen uns auf Richtung Altstadt. Wir bestaunen eine prunkvolle orthodoxe Kirche, das Freiheitsdenkmal, das Schwarzhäupterhaus, welches ursprünglich den unverheirateten Kaufleuten gehörte und vieles mehr. Seht selbst.
In den Gassen gibt es dutzende von Restaurants, welche auf Besucher warten. Obwohl ja Hochsaison ist, fehlen einfach die Leute. Wir stellen uns vor, dass es in anderen Jahren wohl schwieriger ist, einen Platz in einem Restaurant zu finden. Wir treffen eine gute Wahl, unser Garlic Steak ist hervorragend, die Bedienung nett und die Ambiance am Platz cool. Von nebenan ertönt Livemusik. Am Abend durch die Altstadt zu schlendern ist auch ein schönes Erlebnis. Beleuchtete Hausfassaden, Musik auf Plätzen, aus Restaurants und Bars und ein paar Strassenmusiker begleiten uns auf dem Weg aus der Stadt zu unserem Campingplatz.
Freitag, 24.07.2020
Die Wetterprognosen für heute sind wieder unbeständig und mit maximal 18° ist auch nicht übermässig warm angesagt. Wir verlassen Riga und fahren zu einem Museum à la Ballenberg. Es erwarten uns 118 historische Gebäude. Sie stammen aus dem 17. Jahrhundert bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Es vermittelt einen guten Eindruck über das Landleben der Menschen zur damaligen Zeit in Lettland. Uns fällt vor allem auf, wie dunkel es in den Häusern damals war. Das nächste Mal würden wir eine Taschenlampe ins Museum mitnehmen, um die Innenräume der Häuser besser sehen zu können. Unsere heutige Art und Weise des Lebens und Wohnens in der Schweiz kann damit nicht mehr verglichen werden. Die Schliessung der Häuser ist für uns der Anlass, das Museum zu verlassen und einen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir werden an einem See fündig. Die Strasse in Hörweite beruhigt sich glücklicherweise am Abend, so dass es eine ruhige Nacht wird.
Tatsächlich so schön, wie me immer ghört.
Öii Bricht mached Luscht uf de Teil vo dä Wält!
Liebe Grüessli
Erich & Annette
Schön, wie Ihr es geniesst und so gut alles plant! Ja, sind wir dankbar, dass wir nie ein komonistisches System hatten und frei leben durften…
Weiter viel Spass und Freude Ihr zwei Lieben!!😘🌸👍