Italien 2 – Hochplateau und Kunstwerke

8. Oktober – 10. Oktober 2020

Heute geht’s in die Berge! Wir folgen dem Navi ins Landesinnere. Die Berge kommen immer näher und wir geniessen die Fahrt. An einem schönen Plätzchen verbringen wir unseren Mittagsrast und lassen uns die Backwaren aus dem Laden schmecken. Es wird immer bergiger, karger und irgendwann lassen wir auch die Baumgrenze hinter uns. Es ist wunderschön und genauso haben wir es in Erinnerung. Auf der Hochebene halten wir auf einem neu gestalteten Parkplatz. Uns fällt auf, dass hier oben einige solch neuer Parkplätze gebaut wurden. Es kommen uns einige Autos entgegen, aber dennoch ist es hier nicht überlaufen. Wie es im Sommer ist, wissen wir aber nicht. Pferdeherden durchqueren das Hochland und fressen genüsslich die feinen Gräser. Unser Ziel ist der Campo Imperatore, der Gipfel. Die Strasse führt auf den Gipfel und einige WoMos stehen da. Ob sie über die Nacht hier stehen bleiben? Uns gefällt es hier oben gar nicht so gut, aber die Rundsicht ist dennoch schön. Auf der einen Seite sieht man ins Flachland und die andere Seite gibt den Blick auf die Hochebene frei! Diese Landschaft gefällt uns sehr. Wir fahren die Strasse wieder abwärts und kommen zu unserem Plätzchen, welches wir im 2014 entdeckten.

Wir machen es uns gemütlich und packen unsere Outdoor-Küche aus. Was sollen wir kochen? Leider geht die Sonne jeden Moment unter und wir brauchen die Windjacke bei 7,5°. Wir sind nicht lange allein. Mit Kühen und Pferden teilen wir die wunderschöne Landschaft. Die Pferde kommen langsam auf uns zu, laufen an unserem Kochtisch vorbei und knappern an den Stühlen. Urs versucht mit seiner Pferdesprache ein Pferd von unserem Auto wegzulocken. Der Anblick bringt mich zum Lachen! Im Tal Richtung Meer kommt Nebel auf, aber wir hier oben haben eine wunderbare Sicht. Nach dem Kochen zügeln wir ins Auto, denn es wird wirklich kühl. Wir verbringen einen schönen Abend miteinander in einer wunderbaren Gegend. Es ist so still und einsam, denn ausser uns ist niemand hier.

Am nächsten Morgen begrüsst uns der Tag mit einer wunderschönen Morgenstimmung, welche wir in dieser Einsamkeit auf 1800 m.ü.M. sehr geniessen.

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir durch die Berge zum Lago di Campotosto. Ein Pick Nick am See darf nicht fehlen, auch wenn wir weiter Richtung Schweiz fahren müssen.

Wir kommen durch den Ort Amatrice. Dieser Name kommt mir bekannt vor und ich erinnere mich an irgendwelche Erdbeben. Zum Glück gibt es Google und so erfahre ich mehr. 2016 und 2017 erschütterten Erdbeben den Ort und zerstörten sehr viel.

Da wir in den Bergen nur langsam vorankommen, entscheiden wir uns für die Autobahn der Adria entlang.

Für die Übernachtung finden wir am Rand der Hügel der Emiglia Romana einen Übernachtungsplatz in Dozza. Der Parkplatz ist nicht schön, aber dafür ist der Ort interessant und sehenswert. Die Stadt ist wegen seiner Biennale del Muro Dipinto weltberühmt. Dies ist eine Veranstaltung, bei der bekannte inländische und ausländische Künstler dauerhafte Kunstwerke an den Mauern der Häuser dieser Kleinstadt anbringen. Es ist spannend, was man so alles auch ungeplant entdecken kann. Wir bewundern im Abendlicht die Gemälde der Künstler an den Hauswänden. Etliche Restaurants laden zum Essen ein. Es ist schön, um diese Zeit durch die Gassen dieses kleinen italienischen Dorfes zu schlendern.

Am nächsten Morgen unternehme ich nochmals einen Spaziergang und sehe mir die Hausfassaden bei Tageslicht nochmals an. Schilder weisen auf die Namen und den Wohnort der Künstler hin. Einige Bilder gefallen besser, andere weniger, aber dies ist immer so.

Jetzt können wir das Ende unserer Ferien nicht mehr hinauszögern und machen uns definitiv auf den Heimweg. Leider wird das Wetter immer trüber und regnerischer. Schade, aber der Herbst ist spürbar angekommen.  Am Abend sind wir wieder zu Hause.

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