Pyrenäen 2 – Hübsche Dörfer im Baskenland

20. August – 21. August 2019

Schon morgens kurz vor 7h wecken mich alte französische Schlager auf. Die Alternativlaster nebenan überschütten den noch ruhigen Platz mit Musik. Das ist nicht so toll und ich staune über diese «Ichbezogenheit». So quasi, ich bin da und niemand sonst und ich kann tun was ich will, egal wer rund um ist. Keine Ahnung, aber irgendwann lässt die Musik nach. Wir verlassen den Platz um 10h und jetzt kommt die Stunde der Wahrheit mit dieser Latte bei der Ausfahrt. Urs fährt und ich stehe daneben auf einem Stein um alles im Überblick zu haben. Ganz langsam geht’s zur Latte und unten durch. Haarscharf, keinen Zenitmeter zu viel, aber es reicht ohne die Latte zu berühren. Diese Latte wurde schon mehrmals gestreift, denn das sieht man ihr an. Geschafft!

Die Autobahn bringt uns nach Süden. Unser Ziel ist das Baskenland. Im schönen Dorf Ainhoa finden wir mit dem VW Bus einen  Parkplatz, aber mit dem Womo wäre es beinahe ein Ding der Unmöglichkeit. Wir schlendern durch das hübsche typische Baskendorf. Die rot-weissen Häuser sehen sehr frisch und schön aus. Oft sind sie mit Blumen geschmückt und dies gefällt uns noch mehr.

Über Hügel, Wiesen und Dörfer kommen wir zum Baskendorf Saint-Jean- de-Port. Schon vom Auto aus sehen wir die hübschen Gassen, die Fussgängerbrücke über den kleinen Fluss und auch die Touristen. Dieser Ort könnten wir uns doch auch noch anschauen entscheiden wir spontan. Wir parken auf einem Parkplatz in der Nähe des Stellplatzes. Es ist nicht weit bis zur Stadtmauer. Auf dieser Mauer kann man einem Weg folgen und hat einen schönen Blick auf die Häuser, die Dächer, Innenhöfe und Dachterrassen. Sehr touristisch, aber dennoch sehenswert. Viele Geschäfte bieten ihre Souvenirs, aber auch ihre regionalen Produkte an. Wir kaufen auch ein Säckchen mit verschiedenen Makronen. An einer Gelateria kaufen wir uns ein Glace und geniessen dies.

Jetzt führt uns unsere gewählte Strasse über die Hügel, ja Berge. (Col d’Iraty 1327 m). Die Aussicht ist wunderschön und so kommen wir zu unserem nächsten Übernachtungsplatz Iraty Cize. Sehr schön und ruhig gelegen inmitten der Berge. Ein Bach plätschert und Kühe, Schafe und Pferde weiden auf dem offiziellen Stellplatz. Für 5 Euo kann man übernachten und die einfache Dusche und WC oberhalb des Platzes an der Strasse (Sackgasse) benutzen. Es ist gemütlich hier und wir geniessen die Ruhe, die Berge und die Tiere in vollen Zügen. Ein spezielles Gefühl, wenn Kühe oder Pferde neben dem Wohnmobil vorbeilaufen.

Weil dieser Platz so schön ist, entscheiden wir uns noch eine Nacht hier zu bleiben. Wir verbringen somit einen Tag bei herrlichem Wetter auf der Kuh- und Pferdeweide. Ein Spaziergang darf nicht fehlen und wir machen Bekanntschaft mit einem Fluss, den es zu überqueren heiss. Ein nicht ganz so leichtes Unterfangen für mich. Wenigstens hat Urs dabei etwas zum Lachen. Es ist schön hier zu sein und die Pferde, Kühe und Schafe zu beobachten. Wir sind wirklich an einem schönen Stück Erde gelandet und geniessen den coolen Stellplatz sehr. Da lässt es sich gut leben!

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