Samstag, 9. Oktober 2021
Ich bin früh wach und schreibe Reiseberichte. Später frühstücken wir zusammen an der Sonne. Wir lesen miteinander eine Andacht und freuen uns an der Natur. Um 11h15 brechen wir auf und fahren auf der Piste zurück auf die Asphaltstrasse und weiter auf die Hauptstrasse. Mit einem VW-Bus kommt man einfach meist überall gut durch! Sobald wir im Handyempfangsbereich sind, checken wir unsere Whatsap und schreiben unseren Freunden Erich und Annette. Unsere Sara fragt, ob wir die Heizung zu Hause abgestellt hätten, denn es werde im Haus immer kühler und kühler. Urs kann dies am Handy steuern und erledigt auch dies. Nun ist alles beantwortet und weiter geht’s nach Tertenia. Hier beginnt eine Tour aus dem Trackbuch, welche auch mit dem Bimobil befahren werden kann.
Mit Sicht auf die Berge geht es auf einer schmalen Schotterpiste hinauf. Da es immer steiler wird, lassen sowohl Forsters wie auch wir, Luft aus den Pneus. Jetzt kommen wir problemlos hoch, auch wenn das hohe Bimobil, wegen der Unebenheiten der Piste, mehr schaukelt als der Bus. Oben angelangt, essen wir ein Picknick zwischen Kühen, Pferden und Windrädern. Stolz schneidet Urs die Gurke mit seinem neuen scharfen Messer in Rädchen. Nur muss er vor dem Essen diese wieder ins Wasserbad tauchen und vom Kies befreien, denn sie purzelten beim Verschieben des Tisches in den Dreck. Erich meint dazu: «Du häsch wenigstens Humor und chasch no drüber lache.»
An einer Strasse endet der Track. Erich und Annette fahren nun der Strasse entlang, während Urs und ich einen weiteren Track auf einer Piste in Angriff nehmen. Mit wunderschöner Aussicht geht’s an Windrädern einem Hügelzug entlang, bevor die Schotterstrasse in ein Tal hinabführt.
Durch ein ausgetrocknetes Bachbett geht’s weiter. Da wir einige Meter in diesem Bachbett fahren, ist es eine holprige, steinige und schmale Angelegenheit. Ein paar Tore müssen wir durchfahren und diese sind nicht allzu breit, vor allem, wenn ich es nicht ganz aufbringe. Tore sind nicht so mein «Ding», denn jedes Tor hat wieder ein anderer Verschluss oder Schloss. Wieso kann dies auch nicht alles einheitlich sein. Urs muss mir tatsächlich Anweisungen durch die offene Scheibe zurufen. Nach 5/4 Stunden treffen wir unsere Freunde wieder.
Annette hat einen Stellplatz am Meer bei Porto Corallo ausgesucht und so nehmen wir die 90 Minuten Strecke unter die Räder. Da unser Wassertank vom Bus wieder leer ist, suchen wir eine Wasserstelle auf. Da diese jedoch versiegt ist, kaufen wir in einem Lebensmittelgeschäft 12 2-Liter Flaschen und füllen diese mit unserem Trichter in den Tank. Die leeren Petflaschen können wir hier auch gut wieder in der Plastiksammlung vor dem Laden entsorgen. Jetzt sind auch wir bereit für den Stellplatz.
Wir finden einen Platz und kochen ein gutes Abendessen, welches wir draussen, trotz windigen Verhältnissen, gemütlich essen. Wenn unsere Freunde alleine unterwegs wären, würden sie sicher mehr im Auto an ihrem gemütlichen Tisch essen, aber mit uns Califahrern mit kleineren Platzverhältnissen, trotzen auch sie mit uns dem Wind und den kühleren Temperaturen am Abend. Urs bleibt noch länger in den kurzen Hosen und Annette montiert schon die «Winterkleidung». Obwohl die Strasse nicht weit vom Platz entfernt ist, schlafen wir gut.
Sonntag, 10. Oktober 2021
Nach dem Aufstehen schreibe ich Reiseberichte und lade Bilder hoch für die Webseite. Hier haben wir guten Empfang und dies möchten wir nutzen. Wir haben uns zwar einen schönen Platz ausgesucht, aber der Platz liegt völlig im Schatten. Deswegen stellen wir die Tische auf den gegenüber liegenden Platz in die Sonne. Hier ist es schön warm für das Frühstück mit den bestellten Brötchen. Im Anschluss stellen wir die Autos um und jetzt hat auch unsere Solaranlage Freude. Während unsere Freunde eine Jungfernfahrt mit ihren neuen Fahrrädern unternehmen, geniessen wir die Sonne, das Lesen, Berichte Schreiben und das “süsse Nichtstun”.
Am Nachmittag wagen wir uns ins wellige Meer und es macht Spass zu baden. Das Wasser ist nicht kalt, sicherlich auch ein Ergebnis des heissen diesjährigen Sommers in Sardinien. Mit der Gopro im Wasser können wir auch einige coole Bilder und Filme machen. Die kostenlose Dusche ist zwar kalt, aber doch nicht eiskalt und dies genügt, um uns salzfrei zu machen. Danach legen wir uns gemütlich mit einem Buch in den Liegestuhl. So ein “Fulänzitag” ist zwischendurch herrlich!
Mit meiner Kamera spaziere ich einige Hundert Meter im Abendlicht der Küste entlang und freue mich an den Wellen die über die Felsen rollen. Während Annette für das Abendessen Bierbrötchen bäckt, gibt’s bei uns griechische Waffeln. Also steht einem gemütlichen Abendessen nichts mehr im Wege.
Heute Abend spielen wir zu viert ein “Brändi Doc”. Schön, dass auch Forsters gerne Spiele spielen! Urs und ich dürfen mit einem Sieg im Spiel den Tag beenden.
Vorab, sorry, dass wir nicht so gerne Spiele spielen ( ok, Flaschenspiele schon..😂) aber wir können das für Marokko gerne noch lernen.😜
Coole neue Kühltasche habe ich entdeckt… mehr Platz für Gemüse und co👌. Hey, Deine Bilder sind ja wieder der Hammer. diese Berglandschaft hat mir extrem gut gefallen! Grosses Kompliment!