Deutschland 3 – In der sächsischen Schweiz

Mittwoch, 17. April 2019

Die Nacht war ruhig. Ursi besuchte frühmorgens nochmals die Altstadt, während ich es mir gemütlich und das Fahrzeug abfahrbereit machte. Ich warf einen Blick auf mein Handy und war völlig irritiert. Wieso habe ich da eine Info auf dem Display, dass ich bereits 8,5 GB mobile Daten benutzt habe? Das konnte ja wohl nicht stimmen. Doch leider war dies kein verspäteter Aprilscherz. Im Cockpit von Swisscom sah ich, dass am Vortag laufend neue Daten gebucht wurden. Jeweils 1 GB. Und sobald diese aufgebraucht waren wurde das nächste Datenpaket automatisch gebucht. Ich stand mit einer Rechnung von CHF 105.- da. Was war passiert? Mein wunderbares App, welches mir die Strecke am Vortag aufzeichnete, hat laufend Karten nachgeladen und da wir über Stunden auf der Autobahn fuhren, war dies auch sehr sehr sehr häufig der Fall.

Seither heisst es bei jedem Start der App das Datenroaming auszuschalten. Es war ein teures und unnötiges Lehrgeld.

Wir verlassen Dresden in Richtung sächsische Schweiz. Wir fahren nach Uttewalde, parkieren dort und betrachten das Felsentor. Da wir einen Wegweiser zur Bastei entdecken entscheiden wir uns den Weg dorthin anstelle mit dem Fahrzeug zu Fuss zurückzulegen. Bei 4.1 km pro Weg ja auch nicht allzu viel. Es geht lange am Grund der Schlucht entlang, wir sehen gestürzte Bäume, Moos bewachsene Felsen, Pilze auf Baumstämmen und vieles Mehr. Bei der Bastei angekommen werden wir mit einem wunderbaren Ausblick belohnt. Wir besuchen die Festung, machen es uns noch ein paar Minuten gemütlich und wandern zurück. Wir sind stolz, als ungeübte Wanderer alles in allem ca. 12 km (2 x 4.1 km und alles was wir bereits zum Felsentor zurückgelegt haben) geschafft zu haben.

Beim Cali angekommen heisst es nun einen Stellplatz zu finden. Dies ist in dieser Gegend nicht nur einfach. Wir programmieren ein mögliches Ziel ins Navi und fahren los. Unterwegs sehen wir andere Wohnmobile stehen und machen kurzerhand einen Abstecher zu ihnen. Ein Traum von einem Platz, für welchen wir lediglich EUR 3.- bezahlen müssen. Vom erlebnisreichen und anstrengenden Tag fallen uns bald die Augen zu.

Donnerstag, 18. April 2019

Auch Urs wandelt sich langsam vom Langschläfer in einen weniger langen Langschläfer – von Frühaufsteher wollen wir noch eine Weile nicht sprechen. Wir bleiben noch weiter in der sächsischen Schweiz und fahren ‘grüne Strassen’ ab. Unter grünen Strassen sind jene Strecken zu verstehen, welche in der Strassenkarte zusätzlich mit grün markiert sind und auf eine schöne Strecke hinweisen. Wir bestaunen den kleinen Lichtenhainerwasserfall, zu welchem auch ein Touristik Tram hinfährt. Die Parkplatzsituation ist eher eng, aber mit dem Cali finden wir gerade noch so Platz. Neben dem kleinen Wasserfall gibt es Latte Macchiato, heisse Schokolade und Kuchen. Eine Fahrt mit dem Tram scheint ein beliebter Ausflug zu sein. An Touristen mangelt es wahrlich nicht.

12.20 Uhr verlassen wir den Parkplatz und fahren dem Bach und den Gleisen entlang nach Bad Schanda. Weiter geht’s entlang Bächen, Waldstücken und Hügeln, blühenden Bäumen nach Bad Gottleuba-Berggiesshübel. Hier soll es laut App einen Stellplatz beim Freibad Billy geben. Es ist in dieser Region gar nicht so einfach einen Platz zu finden, welcher nicht bei einem Restaurant oder extrem teuer für einen Stellplatz ist.

Wir finden den Stellplatz, welcher in dieser Saison noch etwas mehr Sonne haben dürfte. Wir sind froh, dass wir hier frisches Wasser bunkern und das WC leeren können. Danach machen wir es uns gemütlich und am Abend kommt der Grill zum Einsatz.

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