GR 1 – Auf zu neuen Abenteuern

Mittwoch, 13. April 2022

Der Tag ist wieder vollgepackt mit Spielgruppe, arbeiten aus dem Homeoffice, währenddessen steht Ursi für die Gärtner und den Mähroboterspezialist für alle Fragen kompetent zur Seite. Ja, genau auch noch in dieser Woche wird unser Garten mit Rollrasen fertig gemacht. Ja, so Ferien müssen verdient werden. Um 21:50 Uhr sind wir dann auch mit den letzten Vorbereitungen fertig und wir fahren los. Vom Osterverkehr ist noch nichts zu spüren und wir kommen ohne den geringsten Stau völlig problemlos durch den Gotthardtunnel. Das war auch unsere Hoffnung, indem wir bereits am Mittwochabend losfahren. In Airolo übernachten wir auf einem Parkplatz, nichts Schönes, aber zweckmässig, sind wir doch von den letzten strengen Wochen sehr müde. Beim Bereitmachen des Bettes merken wir, dass wir kein Fixleintuch mitgenommen haben und auch das Pyjama von Urs fehlt. Wir lachen herzhaft über unser Missgeschick und damit fällt auch viel von unserer Anspannung weg.

Donnerstag, 14. April 2022

In St. Antonino finden wir ein Einkaufszentrum mit grossem Parkplatz, der auch für Wohnmobile geeignet ist. Dort kann man sich im Manor, Coop, Inderdiscount, Media Markt, Jumbo und weitere gleich alles kaufen, was man vergessen hat… Bis zum Zoll in Chiasso geht es recht flüssig, danach ist etwas verlangsamt. Viel Geduld brauchen wir rund um Parma mit viel Stau. Teilweise geht es nur im Schritttempo vorwärts oder gar nicht. Unterwegs nehmen wir uns vor in Brisighella zu übernachten und dort im Restaurant “La Casetta” essen zu gehen. Gemäss Navi sollten wir ca 17:00 Uhr dort ankommen, so reservieren wir auf 19:00 Uhr. Die Strecke führt über Bologna, was unsere kühnsten Erwartungen übertrifft. Bis dahin haben wir schon ca 1 Stunde verloren und durch ein unterlassenes abbiegen innerhalb Bolognas, einzelne Reiselteilnehmer auf dem Beifahrersitz sind mehr mit dem Handy beschäftigt, als ein Auge auf die Route zu halten, verlängert sich die Reise um eine weitere knappe Stunde. Das zehrt an den Nerven. Überglücklich können wir endliche die Autobahn verlassen, jedoch wird unser Autobahnticket an der Zahlstation nicht akzeptiert. Die Stimme aus dem Automaten woher wir kommen wird wahrheitsgemäss mit “aus der Schweiz” beantwortet, was jedoch nicht wirklich hilft das Problem zu lösen. Plötzlich steht jemand neben uns, zeigt was wir zahlen müssen und verschwindet wieder.

Mit knapp 30 Minuten Verspätung treffen wir im Restaurant ein. Das Degustationsmenu hat es uns angetan, auch wenn wir nicht alles verstanden haben, was auf der Karte steht. Mit sieben Gängen werden wir verwöhnt und jeder davon ist einzigartig und der dazu servierte Wein passt hervorragend. Der stressige Tag endet mit einem perfekten Mahl.

Karfreitag, 15. April 2022

Nach einer ruhigen Nacht erkunden wir das Dorf und machen uns auf den Weg einzukaufen. In Italien wird der Karfreitag nicht gefeiert und so haben die Geschäfte offen. Ursi will unbedingt ganz spezifische Ravioli und einen süssen Schaumwein.

Ursprünglich wollten wir ja nach Marokko, was dann leider aufgrund der Corona-Wirren einfach nicht geklappt hat. So haben wir alle uns für Griecheland entschieden. Wir, das sind Erich & Annette im Bimobil, Frank & Lis im VW Bus, Herman im VW Caddy und wir zwei. Die Anreise auf Griechenland macht jede Partei individuell, Treffpunkt ist am Sonntag im Raum Patras.

Um 15:00 Uhr treffen wir unsere Freunde an einem Fluss, wo wir zusammen den Nachmittag verbringen, bis man sich auf den Weg zur Fähre machen muss. Leider ist der Untergrund sehr weich und bei der Wegfahrt von Frank & Lis bleiben sie prompt mit ihrem Cali stecken. Schnell ist die Schaufel ausgepackt und es wird wie wild geschaufelt. Währenddessen werden die MaxTrax (Sandbleche aus Kunststoff) vom Fahrzeug abgeschraubt und unterlegt. Man spürt eine gewisse Nervosität, ist der Termin der Einschiffung doch schon sehr bald. Problemlos kann sich der Bus rückwärts befreien. Mit extrem viel Schwung wird ein neuer Versuch gewagt, der dann auch gelingt. In solchen Situationen ist man froh, nicht allein zu sein und helfende Freunde neben sich zu haben. Wir verbringen noch zwei weitere Stunden hier am Fluss, da unsere Fähre erst kurz vor Mitternacht fährt.

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